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LAND
OF THE THUNDER DRAGON
Bhutan,
das kleine buddhistische Königreich am Fusse des östlichen Himalaja
bezaubert durch den Charme seiner Bewohner und erstaunt durch die
Verbindung uralter Mythologien mit modernen Vorstellungen von Fortschritt.
Man legt einen grossen Wert auf den Erhalt der Religion und der Kultur,
will sich aber auch nicht der modernen Entwicklung entziehen. Neue
Projekte werden zuerst genau auf ihren Einfluss auf die Geologie, wie aber
auch auf die Menschen geprüft. So hat man zum Beispiel viel von den
Fehlern Nepals gelernt, wo man rücksichtslos die Wälder dezimiert hat
und nun mit gewaltigen Erosionsproblemen kämpft. Bhutan sieht sich heute
als eine letzte grüne Lunge in den Himalaja Fusshügeln und legt grössten
Wert auf die Erhaltung des Baumbestandes. Bhutan hat es geschafft, dass
sich der Waldbestand auf 70% erhöht hat. So weigert man sich zum Beispiel
die Bodenschätze in den östlichen Teilen Bhutans abzubauen, da zu grosse
Eingriffe in die Natur die Folgen wären. Ein Privileg, das sich die
umliegenden Nachbarn nicht leisten könnten, da die
schnell wachsende Bevölkerung kein solches Denken zulässt.
Schulbildung
ist ein anderes grosses Anliegen der Regierung. Heute gehen fast alle
Bhutanesen zur Schule, was wiederum die Familienplanung um vieles
vereinfacht hat. Selbst die Bewohner der Dörfer haben die Vorteile einer
kleineren Familie erkannt und der Kinderdurchschnitt hat sich bei zirka 3
Kindern eingependelt.
Bhutan
kann sich in vielen Bereichen heute als Glücksfall betrachten. Die
Verteidigung der Grenzen wurde zum Grossteil von Nachbar Indien übernommen,
welcher zu diesem Zwecke die meisten Strassen des Landes baute. Die
Zusammenarbeit mit Indien hat höchste Priorität und lässt Bhutan
Vorteile zukommen von denen viele der indischen Staaten nur träumen können.
Tourismus
gibt es erst seit den siebziger Jahren, der jedoch am Anfang kaum Leute
ins Land brachte, da Infrastrukturen, wie Strassen und Hotels erst in den
letzten Jahren entwickelt wurden.
Bhutan
hat aber auch hier ganz konsequent einen eigenen Weg eingeschlagen. Man
kontrolliert die Anzahl Gäste indem man einen sehr hohen Tagespreis
verlangt, um dem„ Billigtourismus“ zu entgehen. Damit will man vor
allem die einheimische Bevölkerung vor einem nicht kontrollierbaren
Einfluss schützen. Dabei denkt man in erster Linie wieder an Nepal, wo
man harte Erfahrungen mit der „Hippiewelle“ durch machte und sehr
viele Jugendliche an die bis anhin unbekannten harten Drogen verlor.
Eine
Reise nach Bhutan erstaunt vor allem, wir harmonisch die alten Traditionen
neben den neuen Ideen im Einklang stehen. Buddhas Weg durch die Mitte
scheint wenigstens hier im östlichen Himalaja Früchte zu tragen.
<<PROGRAMM>>
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